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Archiv der Kategorie: Aha

Erkenntnis des Tages: Ich bin Mutter

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Jaja, es ist einiges geschehen, im Hause Suppe.

Unser Sohn wurde am 9. Oktober geboren. Es lief leider nicht alles wie gewünscht bzw geplant. Der kleine Mann hat sich viel Zeit gelassen und kam erst elf Tage nach dem errechneten Termin zur Welt. Aber er hat es noch spannender gemacht, indem er seine Ankunft über fünf Tage mit Wehen ankündigte. Somit war ich recht erschöpft und kraftlos, weshalb eine Verlegung vom Geburtshaus, wo wir nur kurz waren, ins Krankenhaus inklusive PDA nur sinnvoll war. Schade – aber auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Wir sind noch am selben Tag nach Hause gefahren und hatten ein gemütliches Kennenlernen mit ganz viel Kuscheln im eigenen Bett.

Der kleine Mann hat unsere Herzen im Sturm erobert und ist ein absolut süßes, zufriedenes Baby. Ganz toll. Jetzt ist er schon acht Wochen alt – das Wochenbett ist also definitiv vorbei. Der Alltag mit ihm klappt prima – er stillt problemlos, schläft tagsüber und auch nachts für mehrere Stunden am Stück und beglückt mich immer wieder mit seinem zahnlosen Lächeln. Außerdem ist er der Star im freitäglichen Nähkurs. Dort schlummert er friedlich in seinem Kinderwagen während ich nähe. Oder er wird gestillt und die anderen nähen.

Heute Morgen dann, beim täglichen Startklar-für-den-Tag-Machen, kam dann die Erkenntnis: ich bin Mutter. Und ich liebe es. Hach.

Verdammt lecker

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Sonntags wird im Hause Suppe gemeinsam gekocht. Meist so, dass wir zum Tatort essen können. Das war letzten Sonntag auch so. Nur, dass es keinen Tatort gab, sondern Hochrechnungen. Wobei es dort durchaus Ähnlichkeiten gibt.

Schon länger dümpelt ein Rezept in meinem „Ausprobieren“ Notizbuch in Evernote (btw: sonst noch jemand hier, der Evernote so super findet, wie ich?). Nun war es also soweit und sollte nachgekocht werden: Der ultimative Winter-Couscous von Yotam Ottolenghi aus seinem Buch „Genussvoll vegetarisch“. Die Zutatenliste ist lang. Sehr lang. Und liest sich ziemlich exotisch. Die Zubereitung dagegen klingt nicht ganz so aufwendig: Alles schnippeln, dann mit den Gewürzen nach und nach in den Ofen, Couscous machen.

Also los:

ORIGINALREZEPT: Der ultimative Winter-Couscous
Für (mindestens) 4 Personen

Irgendjemand hatte sich beim Guardian über die lange Zutatenliste beschwert. Als mir dann ein Freund erzahlte, dass er den Winter-Couscous (mit entsprechendem Verweis auf den Urheber) auf der Speisekarte des Sun and Doves, einem coolen, künstlerisch angehauchten Pub in Camberwell (London), gesehen hatte, wusste ich, dass das Gericht ein Erfolg ist.

Zutaten
2 mittelgroße Möhren, geschält und in
2 cm große Stücke geschnitten
2 mittelgroße Pastinaken, geschält und in 2 cm große Stücke geschnitten
8 Schalotten, geschält
2 Zimtstangen
4 Sternanis
3 Lorbeerblatter
5 EL Olivenöl
Salz
½ TL gemahlener Ingwer
2 Prisen Kurkuma
2 Prisen scharfes Paprikapulver
2 Prisen Chiliflocken
300 g Kürbis (vorzugsweise Butternusskürbis), geschält und in 2 cm große Stücke geschnitten
75 g getrocknete Aprikosen, grob gehackt
200 g Kichererbsen (aus der Dose oder frisch gekocht)
350 ml Kichererbsen-Kochwasser (oder Wasser)
170 g Couscous
1 große Prise Safranfaden
260 ml kochend heißer Gemüsefond
20 g Butter, zerkleinert
25 g Harissa
25 g fein gehackte Schale von eingelegten Zitronen
30 g Korianderblätter

Zubereitung
1. Den Backofen auf 190 °C vorheizen. Die Möhren, die Pastinaken und die Schalotten in eine große Auflaufform geben. Die Zimtstangen, den Sternanis, die Lorbeerblätter, 4 Esslöffel Olivenöl, ¾ Teelöffel Salz sowie alle anderen Gewürze hinzufügen und alles gut mischen. 15 Minuten im Ofen backen.

2. Den Kürbis untermischen und die Form für etwa 30 Minuten zurück in den Ofen stellen. Das Gemüse sollte weich sein, aber noch Biss haben. Nun die getrockneten Aprikosen und die Kichererbsen mit dem Kochwasser (oder Wasser) hinzufügen und weitere 10 Minuten im Ofen erhitzen.

3. Etwa 15 Minuten, bevor das Gemüse fertig gegart ist, den Couscous mit dem restlichen Esslöffel Olivenöl, dem Safran sowie ½ Teelöffel Salz in eine große hitzefeste Schüssel füllen und mit dem kochenden Gemüsefond übergießen. Die Schüssel mit Frischhaltefolie verschließen und den Couscous etwa 10 Minuten quellen lassen. Dann die Butter hinzufügen und den Couscous mit einer Gabel auflockern, bis die Butter im Couscous geschmolzen ist. Wieder abdecken und warm halten.

4. Zum Servieren den Couscous in einen tiefen Teller oder in eine Schüssel füllen. Die Harissa und die Zitronenschale unter das Gemüse mischen, probieren und, falls nötig, mit Salz abschmecken. Das Gemüse hugelförmig auf dem Couscous anrichten und mit reichlich Korianderblättern garnieren.

Wir haben alles ganz genauso gemacht. Ok, bis auf zwei Mini-Änderungen: ich habe zwei Knoblauchzehen zum Gemüse geworfen und wir haben die Korianderblätter weggelassen (mag ich nicht, weil zu seifig).

Ich muss sagen: Verdammt lecker. So richtig oberlecker war’s. Und ich hab mich riesig gefreut, gelingen mir doch nicht alle Küchenexperimente (und seien sie manchmal noch so profan) so gut. Das hier wird es garantiert diesen Winter noch öfter geben und ich freu mich jetzt schon drauf.

Woher die Personenangabe stammt, ist mir allerdings schleierhaft. Wir haben zu zweit gut gegessen (aber nicht übermäßig viel) und es blieb nur eine Handvoll für mein montägliches Mittagessen übrig. Aufgewärmt schmeckt’s übrigens fast nochmal besser – wie so gerne bei solchen Dingen.

 

Endspurt

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Noch 19 Tage, sagt mir mein Schwangerschaftsticker. 19 Tage Kugelbauch. 19 Tage mit Schnaufen und Ächzen bei jeder Bewegung, kräftigen Tritten in die Rippen, x nächtlichen Toilettengängen, Sodbrennen und Schwangerschaftstee. Und dann?

Hier ist alles fertig für die Ankunft des kleinen Mannes. Sein Bettchen steht neben meinem, der Wickeltisch ist aufgebaut und bestückt, die Miniklamotten (wie winzig *quietsch*) sind fein säuberlich zusammengelegt. Auch an seine Mobilität ist gedacht: wir haben eine Autoschale, einen Kinderwagen und mehrere Tragetücher. Sein Name steht fest. Wir sind bereit.

Sind wir das wirklich?

Ich habe mich ja sehr früh in der Schwangerschaft für eine Geburt im Geburtshaus entschieden. Ich wurde warmherzig, fürsorglich und kompetent von zwei Hebammen durch die Zeit begleitet, habe Dank Ihnen eine tolle Gynäkologin gefunden und mich immer in guten Händen gefühlt und vollstes Vertrauen in sie. Nachwievor. Ich habe Visionen der Geburt – sie wird so ablaufen, wie ich es mir wünsche. Ich glaube, entspannt und zuversichtlich bleiben zu können, fühle mich gut vorbereitet und freu mich so unglaublich auf ihn.

Gleichzeitig ist da etwas, was mich beim Gedanken an die Geburt immer weinen lässt. Wir sind schon so lange eins – eine Symbiose. Er hat sich in mir entwickelt – quasi ohne mein Zutun. Ich konnte das nicht beeinflussen. Aber bald, bald habe ich die volle Verantwortung für ihn. Werde ich ihn loslassen können, um diese Verantwortung zu übernehmen? Tränenreiche Gedanken einer werdenden Glucke…

Ich hab hier mal feucht durchgewischt

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damit es hübsch ordentlich ist für alles was nun kommt.

Spannende Zeiten liegen hinter mir – und noch spannendere liegen vor mir.

Was bisher geschah:

August 2012: Ich machte alleine Urlaub. Ganz schön entspannend.

Oktober 2012: Ich war wieder gesund und ging nach acht Monaten zu Hause zurück ins Arbeitsleben. Ganz schön aufregend.

Dezember 2012: Ich heiratete. Ganz schön toll ❤

Januar 2013: Ich erfuhr, dass wir bald zu dritt sein werden. Ganz schön umwerfend.

Seitdem: steht hier alles ein wenig Kopf. Mit der Ankunft des Babykerls rechnen wir in plusminus drei Wochen (wenn er nach mir kommt – sollte er nach dem Suppenmann kommen, sind’s fünf Wochen).

Stay tuned – Suppennews gibt’s jetzt wieder öfter.

 

 

 

Chili-Shoppen

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Heute nur kurz, denn ein Chili mit Quorn (und Bier, Kakao sowie Kaffee – ich bin gespannt) steht auf dem Herd und möchte STÄNDIG umgerührt werden…

Hier also mein Biosupermarkt-Shopping-Outfit (was gleich gegen bequeme Auf-der -Dachterrasse-liegen-und-lesen-Klamotten eingetauscht wird):

 

weißes Print-T-Shirt
schwarzer Blazer
Bluejeans
schwarze Ballerina

 

 

Out of order

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Es ist ein naßkalter, mieser Morgen. Ich quäle mich um elf aus dem Bett, obwohl ich um halb neun im Büro hätte sein müssen. Noch mieser ist meine Stimmung – seit Tagen schon düster, antriebslos, niedergeschlagen. Rien ne va plus. Ich grüble, wälze Gedanken hin und her und schließlich der Entschluss: Ich gehe zum Arzt. Die anderen Patienten im Wartezimmer nehme ich kaum wahr – ich bin in mich gekehrt, die Schultern gesenkt, tiefe Ringe unter den Augen. Meine Hausärztin fragt, wie es mir geht – und ich breche in Tränen aus. Mit dieser Reaktion hätte ich selbst nicht gerechnet – bin ich doch nur etwas schlapp. Die Ärztin reagiert – schreibt mich zwei Wochen krank, empfiehlt mir, mich auszuruhen, Dinge zu tun, die mir gut tun und entläßt mich mit der Ermahnung, bloß keinen Masterplan auszuarbeiten, wie es weitergehen soll. Die Weisheit hinter dieser Ermahnung erschließt sich mir erst viel später.

Diagnose: Burnout.

Das war am 10. Februar. Seit dem sind einige Monate vergangen. Monate des Zweifelns, der absoluten Motivationslosigkeit, des apathisches Rumliegens im Bett. An einen normalen (Arbeits)Alltag war nicht zu denken. Einkaufen, Freunde treffen, Sport – undenkbar. Montags stresst schon der Gedanke an den Termin am Mittwoch. Nix kannst Du, das ist alles nicht gut genug, reiß Dich doch mal zusammen, Augen zu und durch, stell Dich nicht so an – ständige Begleiter in meinem Kopf. Meinen Körper habe ich vernachlässigt. Duschen, Haare waschen, gesund ernähren – alles große Hürden, die zu nehmen ich nicht im Stande war. Meinen Geist aber habe ich viel beschäftigt. Bücher und Artikel über Burnout und Depressionen gelesen mit Kopfnicken und „Genauso geht’s mir auchs“. Viel nachgedacht über eigene Glaubenssätze, Selbstkritik, Verhalten und Zukunftspläne.

All das begleitet von einem Therapeuten, einer hilfreichen Gruppe Leidensgenossen, Medikamenten, einer Familie mit der besten Schwester der Welt und vor allem dem allerbesten Mann an meiner Seite.

Mittlerweile geht es aufwärts, die energiegeladenen Tage werden häufiger, konstanter. Termine, Pläne machen, Fünfe gerade sein lassen – all das geht. Hurra. Ein Stück des Weges liegt noch vor mir – Bergfest hab ich allerdings schon gefeiert.

Krank

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Ich bin krank. K R A N K. Und ich leide. Sehr. Nicht im tödliche-Männer-Grippe-Modus. Ich doch nicht. Eher so still und leise vor mich hin. Krank bin ich hökscht unleidlich. Und bemitleide mich selbst.

Aktuell: Halsschmerzen. Diese fiesen ganz hinten im Rachen, man kann kaum schlucken, alles ist angeschwollen und der Kopf fühlt sich matschig an. Einziger Vorteil: kaum Hunger.

Ich schlafe und schlafe. Habe mich heute erst gegen 13 Uhr notdürftig geschminkt ins Büro geschleppt (es standen Interviews mit Bewerbern an, sonst wäre ich im Bett geblieben). Wieder Zuhause, ab in den Schlafanzug, ein paar Globuli eingeworfen (in der Hoffnung, dass sie helfen), noch etwas mit Salzwasser gegurgelt *öargs* und ein Capri Eis gegessen. Am liebsten würde ich mir ein Eispack auf den Hals legen.

Nun liege ich auf dem Sofa, habe gerade „Vergiss mein nicht“ geguckt – schräger Film, bin mir nicht sicher, ob ich alles verstanden habe – und überlege nun, was ich mit dem angebrochenen Abend so anstelle. Wo ich doch krank bin. Da fällt körperliche Betätigung aus – Yoga, aufräumen, putzen. Stattdessen den Feedreader leergelesen, das neue Notizbuch bestaunt und überlegt, wie ich es am besten befülle, den Kopf voller Ideen. Sie werden unter „später, wenn ich wieder gesund bin“ abgelegt, weil momentan geht noch nicht mal geistige Arbeit.

Ich bin krank.

Mäh.